Mit uns erfolgreich sein

Mit uns erfolgreich sein

Jens-Marcel Ullrich, Dr. Martin Wilke und Markus Derling stoßen mit Frankfurtern auf das Jahr 2018 an, in dem jeder von ihnen hofft, Oberbürgermeister zu werden. Foto: Klemt

Neujahrsempfang mit hunderten Gästen im Frankfurter Rathaus

Frankfurt (Oder).
Spontanen Beifall erntete Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke beim traditionellen Neujahrsempfang am ersten Sonntag des Jahres im Rathaus, als er die Rücknahme der Kreisgebietsreform erwähnte: „Man kann nicht an den Städten Brandenburgs vorbeiregieren.“ Wenn das Land mit seinem Projekt tatsächlich die Städte stärken wollte, so ist das gelungen: Die kreisfreien Städte sind dem dilettantischen Angriff auf ihre kommunale Eigenständigkeit selbstbewusst und mit  großem Rückhalt aus der Bürgerschaft entgegengetreten. 

Auch sonst wusste der Oberbürgermeister viel Gutes über das zurückliegende Jahr zu berichten. Vom Reformationsjubiläum bis zum Stadtumbau, von zehn Jahren Lennépark-Initiative bis zu 20 Jahren Caritas. Zugleich brauche die Stadt für ihr Handeln eine solide Basis, für die es aber gute Aussichten gebe. Die Arbeitslosigkeit ist gesunken. Die Steuereinnahmen sind nach dem Einbruch von 40 auf acht Millionen Euro jetzt wieder auf dem Weg zur 15-Millionen-Marke. Die Bevölkerungsprognose von 2014 wird mittlerweile deutlich überboten. Die Einwohnerzahl stieg 2017 wieder um bescheidene 250, aber immerhin. „In Frankfurt kann man gut und günstig leben“, betonte Dr. Wilke. „Das Engagement macht unsere Stadt aus.“ Dafür dankte er nicht nur den Bürgern, sondern auch den rund 850 Mitarbeitern der Stadtverwaltung und den Beschäftigten in den kommunalen Gesellschaften. „Sie erbringen Tag für Tag rund 100 verschiedene Dienstlleistungen.“

Mit vorsichtigem Optimismus blickte der Oberbürgermeister auf das Jahr 2018: „Die Herausforderungen werden nicht kleiner, aber unsere Chancen werden größer.“ Die Erfahrung habe gezeigt: „Mit uns kann man erfolgreich sein.“

Die Verwaltung plant für dieses Jahr den strukturellen Haushaltsausgleich und will mit dem Abbau des Schuldenberges von weit über einhundert Millionen Euro beginnen. „Dabei sehen wir ein neues und besseres Miteinander von Stadt und Landesregierung.“ Notwendig sei eine faire Finanzierung der gewachsenenen Sozialausgaben. Frankfurt könne guten Mutes sein für eine positive Stadtentwicklung.

Zum Neujahrsempfang gehörte neben Jazz auch der Auftritt der Sternsinger und eine Präsentation der aktuellen AstA-Kampagne für den Zuzug von Studenten der Viadrina nach Frankfurt. red

Kommentare

  1. User
    Wolfgang Frotscher Frankfurt (Oder), Mo, 08.01.2018 14:06

    Aus meiner Sicht sind leider folgende Ergänzungen notwendig: 1. Für mehr als empörend empfand ich, dass viele der anwesenden Gäste (auch erkennbar in leitender Position) nicht ein Mindestmaß an Anstand hatten und während der Ansprache des OB und während der Präsentation des AStA unserer Viadrina sich derart laut unterhielten, dass Interessierte nur Teile verstehen konnten. 2. Für mich war es kein Zeichen von "Größe", dass der OB mit keinem einzigen Wort auf die anstehende Bürgermeisterwahl eingegangen ist. Es hätte ihm sicher gut zu Gesicht gestanden, die Frankfurter um eine hohe Wahlbeteiligung im März zu bitten.