CDU siegt in Brandenburg bei bodenständiger Wählerschaft, Grüne sind Familienpartei

CDU siegt in Brandenburg bei bodenständiger Wählerschaft, Grüne sind Familienpartei

Die Bundestagsabgeordneten tagen bald wieder im Reichstag. Foto: sg

Wirtschaftliche Randgebiete zeigten sich als Hochburgen der AfD

Potsdam. Der CDU gelang es zum zweiten Mal in Folge, stärkste Partei im Land Brandenburg zu werden. Dabei stützt sie sich weiterhin auf eine christlich geprägte und bodenständige Wählerschaft, wie die Analyse zum "Wählerverhalten und sozialen Umfeld" auf Grundlage des vorläufigen Ergebnisses des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zeigt.

Die zweitplatzierte AfD realisierte ihre besten Ergebnisse in wirtschaftlich benachteiligten Regionen mit wenigen jungen Menschen und geringem Ausländeranteil. Die Zweitstimmenanteile der SPD lassen sich nur schwer auf das soziale Umfeld in den Wahlgebieten zurückführen: Die SPD ist immer noch eine Partei für alle, ohne ein ausgeprägtes Wählerprofil. Die Linke gewann Stimmen vor allem in nicht christlich geprägten Regionen mit unterdurchschnittlicher Wirtschaftskraft. Die FDP hat ihr einstiges Wählerklientel zurückgewonnen. Erfolgreich war sie vor allem in prosperierenden Gebieten mit geringem Ausländeranteil und hoher Wirtschaftskraft sowie in den Hochburgen der CDU und von den Grünen/B 90.

Dort, wo im Berliner Umland viele Kinder, eine junge Wählerschaft und wenig ältere Menschen leben sowie die Bevölkerungsdichte hoch ist, haben die Grünen/B 90 ihre besten Zweitstimmenergebnisse bei dieser Wahl eingefahren. Überdurchschnittlich viele Nichtwählerinnen und Nichtwähler gab es in sozial benachteiligten Wahlgebieten.  red / sg


Die Analyse zur Bundestagswahl 2017 in Brandenburg steht im Internet unter www.wahlergebnisse.brandenburg.de zum Download zur Verfügung.

Kommentare

  1. User
    Michael Wolny Blankenfelde-Mahlow , Di, 26.09.2017 16:49

    Jede Stimme ist ein Beitrag zu mehr Bürgerbeteiligung!