Initiative für politische Mitbestimmung der Jugend gestartet

Initiative für politische Mitbestimmung der Jugend gestartet

Junge Erwachsene wollen sich mehr in politisch-gesellschaftliche Entscheidungen einbringen. Foto: DSDJ

Auftakt der demokratischen Jugendbewegung am 11. November

Potsdam / Stuttgart. 22 Jugendliche haben den Verein "Demokratische Stimme der Jugend" gegründet, der es sich zur Aufgabe macht, die Perspektive der Jugend in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken mit dem Ziel, jugendliche und junge Erwachsene auf politisch-gesellschaftlicher Ebene zu repräsentieren. Auftakt der Jugendbewegung ist der am 11. November in Stuttgart stattfindende "Bildungsgang", zu dem rund 5.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen erwartet werden.

"Wir fühlen uns nicht als gleichwertiger Teil der Demokratie und fordern eine Mitsprache junger Menschen in gesellschaftspolitischen Entscheidungsprozessen", sagt der 20-jährige Vereinsvorsitzende Simon Marian Hoffmann. Hierfür wird bereits der Schulterschluss bestehender Jugendverbände unter einem gemeinsamen Dachverband initiiert. Mit einem Schritt in die Politik möchten die Mitglieder der Bewegung auch der permanenten Unterschätzung der nachfolgenden Generation begegnen.

"Da bislang keine von jugendlichen geführte Institution existiert, die Interessenvertretung der jungen Bürger zum festen Bestandteil in den deutschen Parlamenten macht, nehmen wir diese Aufgabe in Angriff", betont die stellvertretende Vorsitzende Jola Mahi Drews (19). "Die Jugend ist die Gesellschaft von morgen. Wir wollen in einer gerechten Welt leben und dafür Verantwortung übernehmen", so Drews weiter. Bereits in der Vergangenheit setzte die junge Initiative mit ihrem Videoprojekt "Peace for Syria" ein Zeichen gegen den Stellvertreterkrieg auf syrischem Boden und für Frieden in der Welt. Dieses Engagement wurde 2016 mit dem Bundespreis "Aktiv für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet.

Auftakt der Jugendbewegung ist der am 11.11. in Stuttgart stattfindende "Bildungsgang". Bei der Veranstaltung, zu der etwa 5.000 Teilnehmer in der baden-württembergischen Landeshauptstadt erwartet werden, soll auf die Missstände und insbesondere auf Alternativmöglichkeiten im deutschen Bildungssystem aufmerksam gemacht werden. "Es ist absolut inakzeptabel, dass so viel Wert auf Know-How gelegt wird, aber das Know-Why beinahe ins Vergessen geraten ist", bemerkt Jaron Götz (20) als Mitinitiator.

"Bildung ist ein zentrales Thema und ausschlaggebend für dieZukunft unserer Gesellschaft. Bei der kommenden Bundestagswahl sind wir Erstwähler und weil sich keine visionären Standpunkte zu Vielfalt und Freiheit in unserer Bildungslandschaft finden lassen, werden wir eben selbst aktiv", sagt Hoffmann. Darüber hinaus möchte der Verein durch künstlerische Aktionen friedlich und medienwirksam auf Missstände und Probleme in Politik und Gesellschaft aufmerksam machen, sowie eigene Lösungenund Ideen anbieten. Der Verein "Demokratische Stimme der Jugend" wurde am 8. September mit Sitz in Stuttgart gegründet. Die Initiative wird bereits unterstützt durch den Omnibus für direkte Demokratie, die GLS Bank und den Bund der Freien Waldorfschulen.  red / sg


Weitere Infos unter www.demokratische-stimme-der-jugend.de/

Das preisgekrönte Projekt "Peace for Syria" ist hier zu finden: www.youtube.com/watch?v=1ms_eHx6Pno