Verein vom Sportgelände abgeschnitten

Mitglieder wenden sich an die Öffentlichkeit

Die Anlage ist geschlossen.Foto: privat

Die Strecke verwildert.Foto: privat

Treuenbrietzen. Es liest sich wie ein Schauermärchen und doch entwickelt sich diese Posse zur traurigen Wahrheit.
Seit beinahe 10 Jahren ist der Treuenbrietzener Krähenberg e.V. als Sport- und Jugendverein mit derzeit 65 Mitgliedern bestrebt, sich im Außenbereich der Stadt Treuenbrietzen unter den Windrädern am Krähenberg, sowie der Deponie von Treuenbrietzen in der alten Kiesgrube zu etablieren.
Inzwischen aber viel bekannter ist das Gelände den meisten Lesern jedoch durch Besuche beim Tag der offenen Tür oder dem „Sabinchenpokal“ im Motocross als Gast, oder auch als aktiver Sportler bei den Wettkämpfen. Seit Jahren wird das Gelände regelmäßig zu Trainings-oder Wettkämpfen im Freeridesport (Fahrradfahren über Stock und Stein mit wilden Sprüngen), dem Bogen- und Armbrustschießen und bisher viermal im Jahr zu Motocrossveranstaltungen genutzt.

Unser Verein war und ist ständig bestrebt, seiner Verantwortung im Hinblick auf Sicherheit, Ordnung und vor allem sportlichem Know how gerecht zu werden. Dazu haben wir ausschließlich in ehrenamtlicher, gemeinnütziger Arbeit alles daran gesetzt, für unsere Mitglieder immer bessere und sicherere und vor allem geregelte Bedingungen zu schaffen und dauerhaft zur Verfügung zu stellen. So hat der Verein über die letzten acht Jahre ein Genehmigungsverfahren betrieben um zu prüfen, in welchem rechtlichen Rahmen auf dem Sportgelände auch regelmäßiges Training im Motocross durchgeführt werden kann. Hierzu wurde im Mai 2016 von der Stadtverordnetenversammlung Treuenbrietzen die öffentliche Widmung der Zuwegung zur Sportanlage beschlossen und somit alle notwendigen rechtlichen Vorrausetzungen geschaffen. Da der Weg bisher regelmäßig durch Privatpersonen, Windanlagen- und Deponiebetreiber usw. genutzt wurde, sollte die Widmung ein ganz einfacher normaler Verwaltungsakt werden.

Seit seiner Gründung war es unserem Verein stets besonders wichtig gewesen, nach geltendem Recht und Gesetz zu handeln und allen Auflagen, Forderungen und Wünschen nachzukommen und das wilde Fahren in der Natur zu unterbinden, was nicht zuletzt im Frühjahr in einer höchst offiziellen Genehmigung der Crossstrecke seitens des Landesumweltamtes endete!

An dieser Stelle nahm die Posse ihren Lauf: am letzten Tag der Widerspruchsfrist gegen die öffentliche Widmung (!!!) haben eine Hand voll Leute (und es sind wohl tatsächlich nicht viel mehr) genau gegen diese öffentliche Widmung Widerspruch eingelegt.
Da die Erteilung der Genehmigung unmittelbar mit der öffentlichen Zuwegung als Auflage einhergeht, kam mit der gewollten Verbesserung für alle Beteiligten nun leider das Aus. Es ist dem Verein aufgrund dieser Widersprüche nicht mehr möglich, sein Vereinsgelände zu Trainings- und Wettkampfzwecken zu erreichen. Die Widersprüche wurden von der Stadt als unbegründet zurückgewiesen. Wiederum am letzten Tag der Frist reichte nun eine einzelne streitbare Familie Klage gegen die Zurückweisung ein. Ein Schelm, wer da böses vermutet… Bis zur zähen gerichtlichen Klärung ist die Vereinsarbeit auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt, werden junge Sportler vom Training ausgeschlossen. Und das alles nur, weil gewisse Bürger, die nicht einmal am Weg zum Vereinsgelände wohnen, ihr ureigenes Interesse vor das Interesse der Öffentlichkeit, der Jugendarbeit und des Sports stellen.

Erstmalig in der Vereinsgeschichte musste der nunmehr in Treuenbrietzen zur Tradition gewordene Motocrosswettkampf, unser Sabinchenpokal abgesagt werden. Es wäre der inzwischen 9. gewesen! Wie es nun mit dem Verein und seinen 65 Mitgliedern weiter gehen kann, ist zurzeit nicht zu beantworten. Unser „Dank“ gilt den wenigen Boykottierern und Verhinderern der Sportlandschaft in Treuenbrietzen. Die Ironie dabei: sie sind teils selbst sehr aktive Sportler in anderen Disziplinen und organisieren ebenso traditionelle und bedeutende Sportveranstaltungen für Treuenbrietzen.
Wir sind für den illegalen Motocross in und um Treuenbrietzen sicher nicht verantwortlich, wir wollten von Anbeginn kanalisieren. Der Vorstand von Treuenbrietzener Krähenberg e.V.

Kommentare

  1. User
    Ilona Hamann Rüdersdorf b. Berlin, Mi, 30.08.2017 13:45

    Das sind die Leute die Einspruch und Klage erhoben haben, sich immer über die Jugend aufregen, und sich dann noch wundern das Jugend so ist wie sie ist... Ich finde es sehr gut das sich viele Vereine für ihre Mitglieder einsetzen, deshalb sollten sich die Bürgermeister und sonst noch wer mal Gedanken machen, was der Jugend denn in Deutschland geboten wird... Jungs kämpft, vielleicht habt ihr ja doch glück, wenn alle cross en und anderen Sportmitglieder und viele mehr hinter euch stehen...Viel Glück euch alle....

  2. User
    torsten kremmen , Do, 31.08.2017 15:08

    da muss ich ilona recht geben sollte es wieder mal so sein das das die nervensägen gewinnen rate ich jedem unter 14 jahren fahrt im wald und am besten dort wo der wiederspruch herkam uns ging es leider in kremmen fast genau so dort war es die gier die die jugendlichen wieder in den wald getrieben hatte wo wir sie eigentlich heraus geholt hatten ride on lasst euch nicht unterkriegen und viel glück

  3. User
    fuman Treuenbrietzen, Fr, 01.09.2017 16:34

    Das ist kontraproduktiv. Jetzt gibt es mehr Lärm als vorher... Richtig so, wer der Jugend den Sport verbietet, sollte Abgase und Lärm als Strafe bekommen... Dann heist es ab jetzt, Vollgas Jungs....