Tausende Radler bei 8. Fahrradsternfahrt unterwegs (mit Fotostrecke)

Tausende Radler bei 8. Fahrradsternfahrt unterwegs (mit Fotostrecke)

Regenkleidung war unabdinglich bei der 8. Fahrradsternfahrt durch Szczecin. Sogar der Wetterdienst warnte am Pfingssonntag vor ergiebigem Dauerregen. Foto: asc

Auch Dauerregen und Wind konnten die Stimmung nicht vermiesen

Am "Fahrrad-Grenzübergang" Neu-Rosow (Rosówek) konnten sich die Teilnehmer bei leckerer Bockwurst stärken. Foto: asc

Gartz (Oder)/Tantow/Szczecin. Wettertechnisch startete der Pfingstsonntag in der Region mit einer Hiobsbotschaft des Deutschen Wetterdienstes: "Ergiebiger Dauerregen im Landkreis Uckermark ganztägig - Warnstufe 2 von 4". Trotzdem machten sich schätzungsweise 1000 Radler auf den Weg in die Hafenmetropole Szczecin um an der mittlerweile achten Auflage der vom Fahrradclub "Rowerowy Szczecin" und auf deutscher Seite des Amtes Gartz organisierten Sternfaht teilzunehmen.

Im Städtchen Gartz (Oder) ging für etwa 40 Teilnehmer schon gegen 8.45 Uhr los, vorbei am alten Bahndamm, der einstigen Nebenbahnlinie Gartz - Tantow. In Tantow angekommen wartete man auf den aus Berlin kommenden Regionalexpress, dieser brachte Radfreunde aus der Hauptstadtregion mit. Anschließend ging es dann auf die rund 25 Kilometer lange Strecke nach Szczecin. Vorbei am "Fahrrad-Grenzübergang" Neu-Rosow - hier wartete ein mobiler Imbiss mit Bockwurst, allerlei Obst sowie leckeren Getränken auf die Radler. Bevor man schließlich die Staatsgrenze passierte und von polnischer Polizei und Rettungsdienst vorbei durch die Ortschaften Kolbaskowo und Przelaw auf dem mittlerweile fast durchgängig aufgebauten Radwanderweg eskortiert wurde.

Das Wetter sollte sich bis kurz vor der Ankunft in Szczecin gut halten. Doch dann brach der Himmel sprichwörtlich in Tränen aus. Bei einer planmäßigen Verschnaufpause im Szczeciner Vorort Gumience hieß es "Regenkleidung raus". Etwa 15 Minuten später (es war gegen 12.20 Uhr) erreicht man den Veranstaltungsort. Die Parkanlage am ehrwürdigen Adam-Mickiewicz-Denkmal. Nach nicht einmal 10-minütigem Aufenthalt legten die Fahrradfrunde aus Deutschland und Polen eine 15 Kilometer lange Tour einmal quer durch die Stadt zurück. Für diese wurden knapp zwei Stunden benötigt, der Autoverkehr kam teilweise zum erliegen.

Während der Fahrt kam es wettertechnisch bedingt zu mindestens zwei Unfällen: Ein 8-jähriger Junge geriet auf nasser Fahrbahn in die Fahrrinne des Gleisbett der Straßenbahn, stürzte schwer und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Erwachsener verlor in einer Kurve die Kontrolle über sein Rad und musste ambulant behandelt werden. Das geplante Fahrradfest am Adam-Mickiewicz-Denkmal fiel dann jedoch regelrecht ins Wasser. Alle waren durchgeweicht und wollten nur noch nach Hause - in ihre Abfahrtsorte wie Goleniów, Stargard, Widuchowa, Police, Lipiany und Gartz natürlich. Der Gartzer Amtsdirektor der auch für die Rückfahrt verantwortlich zeichnete, er entschied schließlich den Regionalzug von Szczecin Glowny bis Tantow zurück zu nehmen und fast alle Beteiligten von deutscher Seite folgten seiner Empfehlung.

Die Deutsche Bahn hatte glücklicher Weise ihren Wagenpark verstärkt und so standen für die Radler auch genügend Platzkapazitäten im Zug zur Verfügung. asc

BlickPunkt-Redakteur Andreas Schwarze begleitete die Tour mit Fahrrad und Kamera zwischen Gartz (Oder) und Szczecin (Stettin) - hier seine Fotostrecke:

goo.gl/photos/KMEYvh1uJSzdGie87

Und übrigens: Am 10. Juni 2017 startet um 22:00 Uhr in Szczecin die 190 km lange ADFC-Nachttour zur weltweit größten Sternfahrt in Berlin.

Hier mehr Informationen dazu:

www.gartz.de/news/1/393164/nachrichten/nachtfahrt-vom-hafenfest.html

Kommentare

  1. User
    Ulf Gartz, Mo, 05.06.2017 11:51

    Danke für die tolle Organisation an den Frank Gotzmann. Aber wo waren die selbsternannten "Motoren" der Freundschaft Deutschland - Polen. Da wären Matthias Platzeck, die Sportsfreunde Moritz & Eitner von der deutsch-polnischen Wirtschaftsförderung oder Schwedts Bürgermeister und AD Krause aus OW? Hier zeigt sich wer es wirklich ernst meint. Und ja ganz vergessen die AA Mitglieder vermisste man auch.Die Idee dass jeder Teilnehmer vom Amt Gartz zur Erinnerung ein T-Shirt erhielt war auch schön. Sogar richtig gute Qualität und schnelltrockenfähig.