Robin Woods Kampf gegen das Tierleid

Polizei unterband eine Demonstration in der Bahnhofstraße

Königs Wusterhausen.

Mit einer Protestaktion gegen die Geflügelmast- und Verarbeitungsfirma „Wiesenhof“ sorgten Umweltaktivisten der Initiative "Robin Wood" am heutigen Vormittag für Aufsehen. Neben der Verteilung von Flyern gegen den Standort in Königs Wusterhausen hatten sich zwei Personen auf Bäume an der Bahnhofstraße begeben, um ein Protestbanner über die Straße zu spannen.
Mit der Aufschrift: „Wiesenhof bescheißt – die Regierung schaut zu!“  fordert "Robin wood" die Behörden
auf, die Betriebsgenehmigung für die Schlachtanlage im Ortsteil Niederlehme sofort und vollständig zurückzunehmen. „Das Vorgehen von Wiesenhof stinkt zum Himmel. Das Unternehmen schreckt
offenbar vor nichts zurück, um seine Profite zu steigern. Behörden und Regierung müssen dem einen Riegel vorschieben und den Schlachthof in Niederlehme dicht machen“, fordert Robin Wood-Aktivist Patrick Müller.
Die Aktivisten hatten in den vergangenen Wochen mehrfach gemeinsam mit Anwohnern gegen den – vermeintlich erst geplanten – enormen Ausbau der Wiesenhof-Schlachtanlage demonstriert. Statt weiterer
Kapazitätsausweitungen hält "Robin Wood" zum Schutz von Mensch und Tier, Wäldern und Klima eine grundlegende Wende in der Landwirtschaft und eine drastische Reduktion der Tierproduktion für nötig.

Da die Aktivisten den ausgesprochenen Platzverweisen nicht nachkamen, die Versammlung nicht angemeldet war und keine Voraussetzungen für eine Spontanversammlung gegeben waren, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet.
Kurz nach 12 Uhr verließen die beiden Protestierenden, die sich für rund zwei Stunden auf den Bäumen befestigt hatten, ihre Plätze. red