Bausparen gefragt wie nie

Bausparen gefragt wie nie

Sparkassenvorstandsvorsitzender Dietrich Klein und Schwedts Bürgermeister Jürgen Polzehl (gleichzeitig Verwaltungsratsvorsitzender) freuen sich insbesondere das der 2016 komplett sanierte Kundenbereich gut angenommen wird. Hinter dem Tresen die Finanzberaterin Marlies Bartel und ihr Kollege Maximilian Köhler. Foto: asc

Stadtsparkasse Schwedt gab einen Rück- und Ausblick

Schwedt. Bausparen und Baufinanzierung waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 einer der Umsatzmotoren des regionalen Geldhauses. Mit einem neu zugesagten Baufinanzierungsvolumen von 25,9 Millionen Euro (4,5 Millionen mehr als 2015) wurde nach Angaben von Vorstand Dietrich Klein ein "historischer Höchstwert" erreicht. Auch auf der Einlagenseite war Wachstum zu erkennen, wenn auch eher bei kurzfristigeren Geldanlagen. Längerfristige Bindungen in Festgeld oder Aktienfonds waren hingegen eher unbeliebt. Insgesamt stiegen die Spar-Einlagen 2016 um 4,2 Prozent auf 477,9 Millionen Euro an. Das Betriebsergebnis vor Steuern betrug 3,8 Millionen Euro, in 2015 waren es 1,6 Millionen Euro.

Weniger gut hingegen lief die Vermittlung vom Finanzprodukten wie Zusatzversicherungen oder das Immobilienvermittlungsgeschäft. Hier sah man auf Vorstandsebene im Jahr 2017 noch "Luft nach oben" - genauere Details wurden dazu nicht genannt.

Digitales Zeitalter rückt in den Fokus

Neben der klassischen Beratung in der Hauptgeschäftsstelle an der Schwedter Lindenallee und der Außenstelle im Ärztehaus am Berthold-Brecht-Platz - diese soll ab 2018 verkleinert und nur noch als Servicepoint für die Notwendigsten Dienstleistungen dienen - wird das Interesse der Kundschaft zunehmend auf auf Onlineaktivitäten gelenkt werden.

Neben dem Onlinebanking wird fortan die Applitaktion "KWITT" eingeführt, ein Smartphone-Bezahlsystem,welches es ermöglicht, Kleinstbeträge unter 30 Euro ohne die Eingabe einer Transaktionsnummer (TAN) direkt an einen anderen Smartphone-Nutzer zu versenden. Für Beträge darüber hinaus wird auch weiterhin ein Sicherheitsmerkmal mit Eingabe einer TAN notwendig sein. Für dieses "virtuelle Geld versenden" ist es nicht einmal zwingen notwendig, dass die Gegenseite Sparkassenkunde ist. Durch eine SMS wird der Empfänger über den anstehenden Geldeingang informiert und per Link auf eine Internetseite geleitet, wo er dann seine IBAN eingibt und damit den Empfang der Summe autorisiert.

Ähnliche Systeme gibt es in Deutschland bereits über den Dienstleister PayPal oder auch die o2-Banking-App. Angenommen werden diese Dienste von den Deutschen eher verhalten.

Ebenfalls verhalten läuft die Einführung der Möglichkeit, kontaktlos im Einzelhandel mit der Sparkassen-Karte zu bezahlen. "Alle neuen Giro-Karten der Stadtsparkasse Schwedt sind mit der NFC-Technologie zwar ausgerüstet, jedoch noch nicht alle Läden machen mit beziehungsweise ist das Verkaufspersonal noch unzureichend eingewiesen", sagte Dietrich Klein dem BlickPunkt.

Bei NFC - die Tauglichkeit seiner Giro(EC)Karte erkennt man am "wellenförmigen Logo" auf der Karte - muss diese nicht mehr in das Lesegerät eingeführt werden, sondern lediglich in die unmittelbare Nähe gehalten werden. Bei Beträgen über 25 Euro wird jedoch weiterhin eine PIN-Eingabe erforderlich, um Missbrauch bei Kartenverlust zu vermeiden.

"Standort hier" in Schwedt

2016 hat die Stadtsparkasse 172.000 Euro für Spenden an Vereine, gemeinnützige Einrichtungen und im Bereich Sponsoring ausgeschüttet. Auf die Bereiche Kultur und Sport entfielen jeweils rund 50.000 Euro.

Mitarbeiterzahl schwindet

Bei allem technischen Fortschritt wird mit der für 2018 geplanten Verkleinerung der Außenstelle im Ärztehaus auch die Zahl der Beschäftigten sinken. Noch sind rund 90 Mitarbeiter bei der Stadtsparkasse Schwedt angestellt, bis 2021 sollen mindestens 14 Stellen wegfallen. "Das Ziel ist, dass wir knapp unter 80 festangestellte Mitarbeiter haben", ergänzte Vorstand Dietrich Klein. asc

Kommentare

  1. User
    Heino John Schwedt, Di, 07.03.2017 19:39

    Qualitativ gut getroffenes Foto!