Lichterkette für den Frieden

Für die Demokratie

Potsdam/ Treuenbrietzen.

Ein Zeichen setzen für Demokratie und Frieden wollen die Organisatoren einer menschlichen Lichterkette, die am 19. Dezember über 650 Kilometer von München nach Berlin führen soll. Die Idee hatte ein Schwabe, nachdem er gelesen hatte, dass in jeder Stadt Lichter für Toleranz brennen sollen. Vor allem sollen die Lichter aber ein Zeichen gegen die „Volkshysterie“ sein, die sich im ganzen Land gegen Flüchtlinge einerseits, aber auch nach den feigen Anschlägen des IS in Paris und den ständigen Angriffen in Syrien verbreitet. „Ich kann und will nicht mit ansehen, wie Menschen mit Galgen in der Hand auf die Straße gehen und die Bundeskanzlerin aufhängen wollen“, sagt Initiator Horst Fallenbeck, bislang ein unbeschriebenes Blatt und keiner Krawallszene zugehörig.
Aus dieser anfänglichen „Spinnerei“ ist innerhalb weniger Tage eine so große Bewegung auf Facebook entstanden, dass Fallenbeck zeitweise schon etwas überfordert war.


Am Mittwoch hatten sich entlang der Strecke bereits rund 2.000 Helfer gefunden, die die Kette vor Ort organisieren. Aus zahlreichen Orten kamen Anmeldungen von Schulklassen, ganzen Kliniken oder auch Seniorenheimen, die sich geschlossen beteiligen wollen. Wichtig sei nun, die Kette auch im ländlichen Raum zu schließen. Dafür werden noch Mitstreiter gesucht, und zwar besonders zwischen Wittenberg und Potsdam.


Wer am 19. Dezember ab 19 Uhr, etwas Zeit hat und eine Kerze mitbringen möchte, kann sich mit der Potsdamer Koordinatorin Barbara Reiss unter barbara.reiss@gmx.de in Verbindung setzen. Die Strecke führt entlang der B 2, durch Wittenberg, Treuenbrietzen und Beelitz. sg