Das Müttergenesungswerk ist alarmiert vom Gesundheitszustand der Mütter. Der Anteil der Mütter, die mit Erschöpfungssyndrom bis hin zum Burnout, mit Schlafstörungen oder akuten Belastungsreaktionen zu Mütterkuren fuhren, habe sich in den letzten acht Jahren um mehr als 30 Prozent erhöht, hieß es seitens der Stiftung. „2,1 Millionen Mütter sind kurbedürftig“, so Marlene Rupprecht, Kuratoriumsvorsitzende des Müttergenesungswerks.
Und was ist mit den Vätern? „Väter sind keine Menschen“, sagt mein Freund Hannes. „Sie sind wartungsfreie Maschinen, die sich nicht nur 24 Stunden am Tag liebevoll um den Nachwuchs kümmern, sondern ganz nebenbei noch 5.000 Euro netto nach Hause bringen, verständnisvolle Partner sind und gleichermaßen feurige wie romantische Liebhaber. Zumindest erwarten Frauen so eine eierlegende Wollmilchsau“, meint Hannes. Es soll aber den einen oder anderen Vater geben, der an dieser Aufgabe scheitert und auch unter „akuten Belastungssyndromen“ leidet.
Tatsächlich gibt es vereinzelt auch Vaterkuren. Doch werden Männer, die ausgebrannt und überfordert auf die Idee kommen, zur Kur zu fahren, um wieder in die Spur zu kommen, als Weicheier und Schwächlinge belächelt. Mein Freund Hannes will das ändern. Damit auch Väter eine Lobby haben, gründet er demnächst das Vätergenesungswerk.
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