Das zweite Leben einer „Anna“

Ramponiertes Flugzeug soll zum Denkmal aufgearbeitet werden

Nicht mehr zu retten: Das stark beschädigte Seitenruder der AN 2. Fotos: Förderverein

Horst Hörmann (l.) und Horst Pommersberger beim Fliegerstammmtisch am 3. Juli.

Strausberg.

Der Förderverein Flugplatzmuseum Strausberg will eine flugunfähige Antonov AN 2 als Denkmal herrichten. Sie soll ein zweites Leben als Ausstellungsstück am Flugplatzmuseum bekommen.

Die 1968 in Polen gebaute Maschine war bis zur Wende für die Fliegerschule der Gesellschaft für Sport und Technik am Flugplatz Schönhagen im Einsatz. Nach 1990 wurde die AN von verschiedenen Unternehmen unter anderem für Rundflüge verwendet. Am 10. August startete „Anna“ zum letzten Mal vom Flugplatz Bienenfarm nach Heringsdorf. Kurz nach dem Start fiel das Triebwerk aus, das Flugzeug musste notgelandet werden, wobei es sich überschlug. Ernsthaft verletzt wurde dabei niemand, aber die Antonov war für den Flugbetrieb nicht mehr reparabel.     

Horst Hörmann vom Förderverein Flugplatzmuseum hörte davon und hatte die Idee, die AN 2 vor der Schrottpresse zu retten und sie zu einem Denkmal für Strausberg zu machen. Schließlich ist die AN 2 für den Strausberger Flugplatz eine Art Traditionsflugzeug: Seit 1953 verkehren Maschinen dieses Typs auf dem Platz. Also organisierte der Förderverein den Erwerb des Oldtimers und sorgte mit vielen Unterstützern die Bergung, die Demontage und den sehr aufwändigen Transport nach Strausberg.

Jetzt lagert das Flugzeug in einer Lagerhalle der Stadtwerke in der Kastanienallee – und es wird weitere Unterstützung gebraucht. „Jeder, der Lust hat, kann mitmachen. Jede helfende Hand ist herzlich willkommen“, so Vereinsvorsitzender Horst Prommersberger beim Fliegerstammtisch am 3. Juli. Vieles müsse repariert, gereinigt und konserviert werden. Geplant ist, das Flugzeug zum großen Stadtjubiläum im nächsten Jahr im neuen Glanz zu präsentieren. gr/red